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Volkswirtschaft Regel 10

Inflation und Arbeitslosigkeit

Die abschließende und letzte volkswirtschaftliche Regel setzt beim Thema der Nummer 9 fort, nämlich der Inflation. Sie sieht die Inflation in Konkurrenz zur Arbeitslosigkeit und die Zusammenhänge zwischen Preisanstieg und Anstieg der Arbeitslosenzahlen.

Volkswirtschaftsregel Nummer 10
"Die Gesellschaft hat kurzfristig zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit zu wählen"

Warum steigt die Inflation und warum wird alles teurer? Diese Fragestellung wird praktisch monatlich erstellt, wenn die neuen Berechnungen veröffentlicht werden. Es gibt ein umstrittenes Modell, das besagt, dass die Erhöhung der Geldmenge dazu führt, dass die Nachfrage nach Güter und Dienstleistungen steigt. Damit heben die Unternehmen ihre Preise an und erhöhen auch die Produktion, was wiederum mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeutet. Das wiederum senkt die Arbeitslosigkeit.

Die Arbeitslosigkeit nimmt ab, während die Inflation zulegt. Hier sieht man entgegengesetzte Richtungen und einen Widerspruch, weil das Preisniveau für die Wirtschaft ein Problem werden kann, wenn die Preise ständig steigen. Das erlebte man 2006, als es einen Wirtschaftsboom gab, aber dadurch die Inflation über 4 % kletterte, wo man sie eigentlich unter 2 % haben wollte. Andererseits ist es für den Staat hervorragend, wenn die Arbeitslosigkeit sinkt.

Grundlage dieser Bewegungen ist auch der Konjunkturzyklus und bei diesem kann der Staat auch korrigierend einsetzen. Wenn es mit der Wirtschaft nach unten geht, sinken die Preise, aber es steigt die Arbeitslosigkeit - also der umgekehrte Fall des obigen Szenarios. Hier kann der Staat durch Ausgaben in Infrastruktur und Förderprogramme dafür sorgen, dass mehr Geld in Umlauf kommt und mehr Arbeitsplätze gerettet oder vielleicht sogar neue gebildet werden.

Der Staat ergo die Regierung hat also einen Spielraum im Kräfteverhältnis zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit und muss je nach Situation entscheiden, wie er vorzugehen gedenkt.

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