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Volkswirtschaft Regel 2

Kosten eines Gutes

Die zweite volkswirtschaftliche Regel bezieht sich zwar auch auf die Entscheidungen, die die Menschen zu treffen haben, aber sie geht der Frage nach den Kosten nach. Jede Entscheidung hat zur Konsequenz, dass sie etwas kostet und im Sinne eines Gutes jene Kosten der Alternative, die man aufgibt.

Volkswirtschaftsregel Nummer 2
"Die Kosten eines Gutes bestehen aus dem, was man für den Erwerb eines Guts aufgibt"

Hier wird der Konflikt thematisiert, der der Entscheidung zugrunde liegt. Denn es müssen Kosten und Nutzen gegengerechnet werden und das betrifft sowohl Kaufentscheidungen als auch Entscheidungen für den Lebensverlauf, vor allem natürlich in wirtschaftlicher Sicht. Als Beispiel wird gerne die Ausbildung herangezogen.

So muss man sich als junger Mensch mit Matura (Abitur) überlegen, ob man in den Berufsalltag einsteigt oder ob man ein Studium absolviert. Beides hat natürlich Vor- und Nachteile. Beim Berufsleben hat man sofort ein fixes Gehalt, beim Studium gibt es die Chance, später besser zu verdienen und die Allgemeinbildung zu erhöhen. Aber schon die Frage nach dem finanziellen Vorteil wird schwierig, denn man hat im Berufsleben wohl anfangs weit mehr Geld, mittel- bis langfristig kann eine gute Stellung aufgrund der besseren Ausbildung für den umgekehrten Ausgang sorgen.

Die Entscheidung ist schwierig, weil man auf lange Sicht für viele Jahrzehnte diese treffen muss. Selbst die Bezifferung der Kosten für das Studium läßt sich kaum bewerkstelligen, weil man ja nicht einmal weiß, ob man alle Prüfungstermine rechtzeitig bekommt oder vielleicht ein oder zwei Jahre länger studieren muss. Entscheidet man sich für das Studium, dann sind die Kosten jene, das man die Chance eines guten Gehalts im Berufsleben für die Zeit des Studierens aufgegeben hat. Entscheidet man sich umgekehrt für das Berufsleben, dann gibt man die Chance auf, später eine bessere Stellung zu erhalten - wobei beides nicht garantiert sein muss. Auch ohne Studium kann man aufsteigen und auch mit Studium kann man einen durchschnittlichen Arbeitsplatz sein eigen nennen.

Diese Entscheidungen mit der Kostenkonsequenz gibt es natürlich auch bei jeder Kaufentscheidung oder auch bei der Fragestellung, ob man den Arbeitsplatz wechselt.

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