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Erfolgskonten in der Buchhaltung

Erfassung der Aufwände und Erlöse

Im Unternehmen gibt es verschiedenste Geschäftsfälle, die in der doppelten Buchhaltung unterschiedlich behandelt werden. Kauft man eine Immobilie, dann hat man es mit einem neuen Anlagevermögen zu tun, das lange erhalten bleibt. Zahlt man hingegen die Rechnung für die Telefonkosten, ist das ein Aufwand, der in einem Jahr keine Rolle mehr spielt. Das Anlagevermögen wird daher auf Bestandskonten gebucht, der Aufwand auf Erfolgskonten.

Was ist das Erfolgskonten?

Zum Unterschied vom Bestandskonto, das auch in der Bilanz zu finden ist, gibt es das Erfolgskonto, das bei der Erfolgsermittlung gegenverrechnet und schließlich abgeschlossen wird. Damit ist es aus der Buchhaltung entsorgt und wird bei Bedarf im nächsten Jahr wieder eröffnet - es findet sich also nicht in der Bilanz wieder. Die Gruppe der Erfolgskonten teilt sich in jene der Aufwandskonten und jene der Ertragskonten, also in jene Bereiche, die während des Jahres für Einkäufe und Verkäufe benötigt werden.

Aufwand und Ertrag in der Buchführung

Aufwände sind dann gegeben, wenn man für das Unternehmen Zahlungen durchzuführen hat wie die Kosten für das Personal, Erträge sind dann gegeben, wenn Geld hereinkommt wie bei Provisionen, Verkäufe oder andere Erlöse. Allerdings muss man diesbezüglich aufpassen, denn Geld kommt auch herein, wenn ein Kunde seine Rechnung begleicht und man zahlt auch, wenn man die Rechnung des Lieferanten begleicht. Doch das sind keine steuerwirksamen Einkäufe oder Verkäufe, denn Einkauf und Verkauf wurde mit dem Einbuchen der Rechnungen behandelt. Bei Anlagen werden die Bestandskonten verwendet, bei Verbrauchsmaterial oder Kosten für Dienstleistungen (Telefon, Internet, Miete) die Aufwands- und Ertragskonten ergo die Erfolgskonten.

Abschluss mit dem GuV-Konto

Das System von Soll und Haben bleibt bei den Erfolgskonten erhalten, der Unterschied ist der Abschluss. Die Aufwände stehen im Soll und werden gegen das GuV-(Gewinn und Verlust-)Konto verrechnet. Die Erlöse stehen im Haben und werden ebenfalls mit dem GuV-Konto gegenverrechnet. Durch diese Aktion zum Jahresende lösen sich die Konten auf, weshalb sie in der Bilanz nicht aufscheinen.

Auf dem GuV-Konto wird der Saldo zwischen Aufwände und Erlöse gebildet, sodass ermittelt werden kann, ob im laufenden Geschäftsjahr ein Gewinn oder ein Verlust verzeichnet wurde. Sind die Erlöse höher, dann wurde ein Gewinn erwirtschaftet, sind die Aufwände höher, musste ein Verlust zur Kenntnis genommen werden. Dass beide Seiten gleich hoch sind, ist zwar möglich, aber sehr selten der Fall.

Der Saldo des GuV-Kontos wird dann gegen die Kapitalkonten gegenverrechnet, womit sich auch dieses Hilfskonto auflöst. Mit diesem System kann also der Erfolg eines Unternehmens in einem Jahr oder bei börsennotierten Unternehmen auch in einem Quartal erhoben werden, in der Bilanz sieht man davon nichts, weil die gesamten Erfolgskonten aufgelöst wurden. Doch kaum beginnt die neue Rechnungsperiode, sind die Konten wieder da und viele davon täglich im Einsatz.

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Für die Bewältigung der Aufgaben in der doppelten Buchhaltung gibt es eine Reihe von Konten, wobei man das Bestandskonto und das Erfolgskonto voneinander trennen muss, die verschiedene Funktionen haben. Bestandskonten gibt es in Form der aktiven Bestandskonten und der passiven Bestandskonten. Die Erfolgskonten gliedern sich wiederum in das Aufwandskonto und in das Ertragskonto.

Neben Gewinn und Verlust sowie den Werten in den Bestandskonten braucht man auch Hilfskonten wie etwa bei der Übertragung der Bilanz. Dazu gehört am Beginn des Jahres das Eröffnungsbilanzkonto (EBK) und am Ende des Jahres das genaue Gegenteil mit dem Schlussbilanzkonto (SBK).

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Buchhaltung ErfolgskontoArtikel-Thema: Erfolgskonten in der Buchhaltung
Beschreibung: Die 💰 Erfolgskonten in der doppelten Buchhaltung umfassen alle ✅ Aufwände und Erträge, die innerhalb eines Jahres entstanden sind.

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