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Buchhaltung Bilanz

Der Abschluss der Buchhaltungsdaten zum Jahresende

Das Ziel des Rechnungswesens besteht darin, verschiedenste Leute über den Stand der Dinge eines Unternehmens zu informieren. Die Interessen sind dabei durchaus unterschiedliche, die Daten sind dabei immer die gleichen und das Ergebnis wird in der doppelten Buchhaltung als Bilanz bezeichnet.

Worum geht es bei der Bilanz?

Der Begriff Bilanz ist dabei ein kleines Problem, weil es gibt nicht nur eine Bilanz, sondern eine ganze Reihe von Bilanzformen. Im Rahmen der Schulausbildung lernt man im Rechnungswesen das EBK und SBK kennen - die Konten für die Eröffnungsbilanz und die Schlussbilanz - zwei Beispiele von Bilanzarten, die man aufzählen kann.

Generell bietet die Bilanz einen Überblick über das Anlage- und Umlaufvermögen einerseits und die Verbindlichkeiten und das Kapital andererseits. Das heißt, dass man auch bei vielen tausenden Buchungen während eines Jahres einen schnellen Überblick über die Daten erhalten kann, wie es um das Unternehmen steht. Man kann noch mehr machen, weil man nämlich die Bilanz mit der Vorjahresbilanz vergleichen kann. So lässt sich schnell feststellen, ob die Schulden gestiegen sind, das Kapital sich vermehrt hat oder wie sich der Gewinn oder auch Verlust verändert hat.

Die Bilanz wird meist einmal im Jahr durchgeführt und findet zum Jahresende statt. Es gibt aber auch andere Vorgaben wie jene der an der Börse notierten Aktiengesellschaften, die die Auflage haben, alle drei Monate eine Bilanz anzubieten. Diese Quartalsbilanz, in den Finanznachrichten als Quartalszahlen bezeichnet, bietet den Anlegerinnen und Anlegern einen schnelleren Überblick über die Entwicklungen.

Wer sind nun jene Leute, die an der Bilanz Interesse haben?

Eigentümer (auch englisch Stakeholder bezeichnet)

Sie wollen wissen, wie es um das Unternehmen steht, welche Entwicklung das Unternehmen nimmt und welche Trends sich ablesen lassen. Auch die Frage, ob Geld für Investitionen bereitsteht oder wie hoch die Schulden bei den Gläubigern sind oder die Werte des Anlagevermögens zeigt die Bilanz.

Gläubiger

Für diese Personengruppe ist vor allem relevant, ob das Unternehmen, das Geld schuldet, auch in der Lage ist, dieses zurückzuzahlen. Das ist für die Bank genauso spannend wie für den Lieferanten.

Lieferanten

Der Lieferant kann ein langjähriger Partner des Unternehmens sein, er kann aber auch als neuer Lieferant in Frage kommen und gerade in diesem Fall ist es interessant zu wissen, wie es um das Unternehmen steht, das Bestellungen aufgeben möchte.

Finanzamt

Das Finanzamt als Behörde des Finanzministeriums möchte natürlich wissen, wie hoch der Gewinn oder Verlust war, um die Steuerbelastung hinterfragen zu können. Das gilt für Körperschaftssteuer ebenso wie für die Einkommensteuer und die Umsatzsteuer.

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Die Bilanz ist der Abschluss eines Jahres oder einer anderen Zeitperiode im Rahmen der doppelten Buchhaltung. Es gibt aber bei der Bilanz verschiedene Möglichkeiten, wie sie ausgeführt wird. Die Schlussbilanz ist auch Nichtbuchhaltern ein Begriff, die Sonderbilanz ist schon eher unbekannt. Die Eröffnungsbilanz ist das Gegenteil der Schlussbilanz und beginnt eine neue Buchhaltungsperiode, meist ein neues Geschäftsjahr.

Weitere Formen der Bilanz sind die laufende Bilanz und die Zwischenbilanz.

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Buchhaltung BilanzArtikel-Thema: Buchhaltung Bilanz
Beschreibung: Grundlagen über die Bilanz als Jahresabschluss und die Bilanzarten mit dem Trend, wie es um das Unternehmen steht.

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